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DEM IN BURG 2022

Pünktlich zum Start öffnete der Wettergott seine Schleusen, so dass teils heftiger Regen die Aktiven am ersten Fahrtag in Burg, dem vierten DEM-Lauf des Jahres, begleitete. Die ohnehin schon recht anspruchsvollen Sonderprüfungen erhielten durch die Niederschläge noch eine Prise Extrawürze. Während die einen bei diesen Bedingungen förmlich aufblühten, wurden andere wiederum davon arg ausgebremst.

Gut lachen hatte vor allem Jeremy Sydow. Schon vor zwei Wochen in Rehna beeindruckte der 22-Jährige mit einer starken Leistung. Heute setzte er noch einen drauf und sicherte sich mit 28 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Luca Fischeder seinen ersten Championatssieg. Und dieser schien nie wirklich gefährdet. Von Beginn an übernahm der Sherco-Fahrer das Zepter, fuhr eine Bestzeit nach der anderen. „Ich bin einfach überall fehlerfrei durchgekommen und hatte einen wirklich guten Fluss“, strahlt der Tagessieger sichtlich zufrieden. „Erstaunlicherweise bin ich in dem langen Enduro-Test am besten klar gekommen, das hatte ich nicht so erwartet. Doch der hat mir total viel Spaß gemacht. Vor allem, als alles durch den Regen noch etwas anspruchsvoller und technischer wurde. Das liegt mir einfach.“

Weniger glücklich schaute Luca Fischeder drein, als er sein Motorrad in das Parc Fermé schob. „Es war nicht mein Tag“, schüttelt er den Kopf und berichtet, „es begann schon im ersten Test, als ich gestürzt bin und dabei voll mit dem rechten Arm eingeschlagen bin.“ Die sichtbare Schwellung knapp über dem Handgelenk verursachte zwar Schmerzen, doch der Sherco-Fahrer schaltete dennoch schnell wieder auf Angriff. „Doch es war zu viel des Guten. Im dritten Test der ersten Runde habe ich wieder gelegen und im ersten Test der zweiten Runde bin ich in einer Wasserlache ausgerutscht und gestürzt. Ich war klatschnass und mit meinen Handschuhen konnte ich kaum noch den Lenker festhalten. Da habe ich beschlossen, es etwas ruhiger für den Rest des Tages angehen zu lassen“, so der 23-Jährige, der trotz allem die Klasse E3 vor einem bestens aufgelegten Robert Riedel und Florian Görner gewann.

Rang drei ging, wie schon in Rehna, an Tilman Krause. Auch er hatte einen unliebsamen Kontakt im ersten Enduro-Test. „Ich bin mit dem Arm an einem Baum hängengeblieben, das war extrem schmerzhaft“, verzerrt der KTM-Fahrer das Gesicht, „ich habe danach eine Schmerztablette genommen, um überhaupt weiterfahren zu können. Und gegen Ende dann noch eine. Doch das war keine so gute Idee, denn mir ist es dadurch schon ein wenig schwummrig geworden. Aber unterm Strich bin ich dennoch zufrieden, auch wenn ich das Gefühl habe, es hätte noch mehr gehen können.“ Vor allem ein Blick auf die E2-Meisterschaft ringt ihm ein zusätzliches Lächeln ab, denn er belegte hinter Jeremy Sydow erneut den zweiten Rang. Sein ärgster Verfolger Philipp Müller musste, hinter einem starken Paul Roßbach, der Dritter wurde, Patrick Röder und Nick Emmrich, mit dem sechsten Platz Vorlieb nehmen, wodurch Tilman Krause sein Punktepolster weiter ausbauen konnte.

„Big Points“ auch für Edward Hübner in der E1-Wertung, der im Championat Rang vier belegte und sich zudem über den E1-Klassensieg vor Tristan Hanak, Yanik Spachmüller und Andreas Beier freuen konnte. „Es war ein guter Tag. Ich habe einen guten Rhythmus gefunden, ohne alles riskieren zu müssen“, so der KTM-Fahrer, der erst im letzten Test den Tagessieg dingfest machen konnte. Denn die Spitzenposition hatte bis dahin Tristan Hanak inne.

Der GasGas-Fahrer holte mit Rang fünf im Championat sein bis dato bestes Ergebnis und auch der zweite Tagesrang in der E1 kann sich definitiv sehen lassen, dennoch war mehr drin. Die Sensation lag schon förmlich in der Luft. „Klar macht mich das Resultat natürlich stolz. Aber ehrlich, ich bin ein ehrgeiziger Mensch und wenn man vorn liegt, möchte man auch gewinnen“, so der Lokalmatador, der in der allerletzten Prüfung durch einen heftigen Sturz alle Siegchancen verspielte und zudem sein Motorrad so erheblich beschädigte, dass er beim letzten Service kurz vor der Zielankunft noch einmal alle Hände voll zu tun hatte.

Die weiteren Plätze im Championat: Platz sechs und sieben für das GasGas-Duo Yanik Spachmüller und Robert Riedel. Rang acht für Florian Görner, unmittelbar vor seinem KTM-Teamkollegen Andreas Beier, der immer noch mit den Nachwirkungen seines heftigen Abfluges in Rehna zu kämpfen hat. Die Top Zehn komplettiert Milan Schmüser. Der Sherco-Fahrer hatte zudem in der Junioren-Klasse die Nase vorn, gefolgt von Leon Thoms (KTM) und Oskar Wolff (Husqvarna). Die Mannschaftswertung gewann erneut das Team ADAC Sachsen 1 vor der Mannschaften ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt und ADAC Berlin-Brandenburg.

Dramatik pur im B-Championat! Acht von neun Prüfungen beendete Pascal Sadecki mit der Bestzeit, bei der neunten kam er aber nie an. Der Grund: Im vorletzten Test bekam er einen heftigen Schlag auf das Getriebe, wodurch dieses den Dienst quittierte. Dadurch ging der Sieg an Felix Melnikoff, vor dem überraschend starken Nic Matthias und Jeremy Nimmrich.

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