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HENRY JACOBI: EREIGNISREICHES WOCHENENDE IN GAILDORF

Nächster Halt Gaildorf, hieß es für den Thüringer Henry Jacobi. Zum vorletzten Treffen der ADAC MX Masters Piloten hatte sich der 20-Jährige einiges vorgenommen. „Nach dem Tagessieg in Tensfeld, möchte ich an meine Leistung anknüpfen und kämpfe um einen Podiumsplatz.“
Am Qualifying-Samstag lief alles nach Plan. Schon im freien Training bewies der Husqvarna Fahrer wie ernst es ihm war und sicherte sich die schnellste Zeit seiner Gruppe. Auch das Zeittraining verlief nach Plan. Henry setze in seiner vierten Runde eine Bestzeit und diese hatte bis zum Ende des Qualifyings Bestand. „Das war ein guter Tag. Die Strecke ist für mich optimal, wenn sie nass ist, sobald sie trocken wird, wird es für mich schwieriger, mir liegen griffige Strecken.“
Ein weiteres Highlight erwartete den STC-Racing Piloten am Samstagabend, im Rahmen einer offiziellen MXoN Pressekonferenz. Neben Max Nagl und Dennis Ulrich fährt auch Henry ins englische "Matterley Basin“ um dort, mit seinen Teamkollegen, sein Land zu vertreten.
„Ich bin sehr stolz, dass ich bereits zum vierten Mal in Folge Deutschland beim Motocross der Nationen vertreten darf. Die Strecke in England ist toll und der Wettbewerb ist eindeutig der Höhepunkt der Saison. Wir freuen uns alle drei unglaublich darauf.“
Die Hochstimmung wurde bereits beim sonntäglichen Warm Up gedämpft. Probleme an der Hinterradbremse sorgten dafür, dass Henry keine Bestzeit erfahren konnte. Die Zeit bis zum ersten Lauf nutze man dazu das Bremsproblem zu lösen und so sah man den Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen noch kurz vorher auf der Teststrecke. Der Start lief gut, auf Rang neun startete er in die erste Runde und nahm den Kampf nach vorne auf. Schon in Runde drei veränderte sich Henrys Fahrstil und mit Handzeichen in Richtung Helferbox, signalisierte er dass es ein Problem gibt. Der Fehler aus dem Warm-Up war wieder aufgetaucht und so musste sich der ehemalige Junioren-Weltmeister mit dem Gedanken vertraut machen, das Rennen ohne Hinterradbremse zu beenden. Das gelang ihm auch bis zur vorletzten Runde ganz gut. Er verlor zwar einige Plätze, konnte sich aber in den Top 10 gut halten und hätte auf diese Weise sichere Punkte mit nach Hause genommen. „Mein Fehler war, dass ich unbedingt meinen derzeitigen achten Platz behalten wollte. Besser wäre es gewesen, meinen Konkurrenten einfach vorbei zu lassen aber taktisches Denken war in diesem Moment wohl nicht drin. So kam es zum Unfall von uns Beiden und damit eine Null-Punkte Nummer. Ich war so wütend und enttäuscht, dass die Bremse wieder kaputt ging, Runde für Runde hat sich das in mir aufgestaut und dann bin ich leider einfach von der Strecke gegangen. Das war nicht in Ordnung und
ich möchte mich dafür entschuldigen.“
Das zweite Rennen war noch mal eine besondere Herausforderung. Nach der Hitze des Wochenendes, entlud sich der Himmel und schon kurz vor dem Start ging ein heftiger Regenguss über Gaildorf nieder.
„Für mich sind das gute Bedingungen, sobald die Strecke technisch anspruchsvoll ist, komme ich gut zurecht. Der Start verlief ähnlich zum ersten Lauf, aber bereits in Runde vier befand sich das Mitglied des MSC Teutschenthal auf einem Podiumsplatz. Dass es wie aus Eimern goss, störte Henry nicht, die Strecke jedoch verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit in eine rutschige Schlammpiste. In Runde dreizehn, auf Rang zwei liegend, machte der Thüringer einen kurzen Ausflug abseits der Strecke und verlor dadurch seinen zweiten Platz.
„Mein Roll Off klemmte und während ich versuchte den Film weiterzuziehen, verrutschte die Brille und ich konnte nichts mehr sehen. Ich wollte kurz am Rand anhalten, um wieder alles in Ordnung zu bringen und dabei bin ich einfach umgekippt. Dann dauerte es natürlich etwas, bis ich wieder in Fahrt kam.“ Auf Platz vier beendete er den Lauf.
„Es war ein anstrengendes Wochenende. Wie so oft konnte ich die gute Leistung vom Samstag, am Sonntag nicht umsetzen und das enttäuscht mich natürlich. Auf den Vizetitel fehlen mir 17 Punkte, die versuche ich in Holzgerlingen noch zu holen. Jetzt geht es aber erst in die USA zum MXGP nach Jacksonville“

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